Philemons Fotografien oder durch eine afrikanische Linse (Laura Horelli, Philemon Sheya Kaluwapa) 2022

Das Fotoalbum von Philemon Kaluwapa aus den 1980er Jahren bildet den inhaltlichen Rahmen des Films. Das Album enthält fotografische Übungen, die während seiner Ausbildung zum Fototechniker bei Foto DEWAG in Ost-Berlin entstanden sind. Kaluwapa erhielt ein Stipendium der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die die South West Africa People’s Organisation (SWAPO) in ihrem Kampf gegen das illegale südafrikanische Apartheidregime unterstützte. Die ortlosen Fotografien, die hauptsächlich in einer Studio aufgenommen wurden, stehen im Kontrast zu Kaluwapas Exil aus Namibia 1974 und seinen Bewegungen durch verschiedene Kulturen, Länder und politische Systeme.

Der Film nimmt mehrere Erzählstränge auf, darunter Kaluwapas Interesse an der Frage, wie er das Medium am besten nutzen könnte, um Schwarze zu porträtieren, und seine Erfahrungen im Kalten Krieg – insbesondere seine Entscheidung, von Ost- nach West-Berlin zu fliehen.

UHD video, 29:22 min, 16:9, colour, sound

German, English, Oshiwambo (English or Finnish subtitles available)

Installation: Projection screen 403 x 227 cm, 5.1 sound, sound panels, carpet, bench.

Dramaturgical Advice, Editing: Janina Herhoffer

Camera, Post-Production: Till Beckmann

Sound, Music: Kashera C. Kantana / Atum Shekhem

Sound Design: Jochen Jezussek

Translations: Winnie Ya Otto, Sanna Isto

Subtitles: Ulf Wrede, Crème

From the Foto Dewag Album, 1981/2022, a series of black-and white prints, 84,1 x 118,9 cm, 59,4 x 84,1, 20 x 30 cm

Produced with the support of The Arts Promotion Centre Finland (Taike), The Promotion Centre for Audiovisual Culture AVEK, The Finnish Cultural Foundation

Installationphotographs: Milla Talassalo / Photographic Gallery Hippolyte, Helsinki