Namibia Today 2018

Sieben Personen warten in einem U-Bahnhof unterhalb der Karl-Marx-Allee im ehemaligen Ost-Berlin. Großflächenplakate, auf denen Titelseiten von „Namibia Today“ und assoziatives Material zu sehen sind, hängen auf den Wänden. “Namibia Today” war eine Zeitschrift der namibischen Befreiungsbewegung, die während der kämpferischen Auseinandersetzungen mit Südafrika von der DDR gedruckt und in Umlauf gebracht wurde. Die Exilredaktion der SWAPO (South West Africa People’s Organisation) war gezwungen von Angola aus zu agieren und ohne die ideologisch motivierte Mithilfe der DDR wäre die Massenproduktion des Heftes (1980-85) nicht möglich gewesen. Die langsame Kamerafahrt zwischen Plakaten und Protagonisten, zwischen Fragmenten von Bild und Gesagtem wird von den fahrenden U-Bahnzügen aufgenommen. Die Beteiligten mit ihren Erinnerungen und unterschiedlichen Weisen des Geschichtenerzählens bleiben in dieser Bewegung stehen.

UHD video, 21 min, 16:9, colour, sound, loop or linear version

German, English (English subtitles available)

Installation: Projection screen 403 x 227 cm, loudspeakers, dark grey walls, carpet, seats

Cast: Joe Ashipala, Uwe Jaenicke, Felix Kaluwapa, Reinhold Mupupa, Ilona and Hans-Georg Schleicher, Simon Tjimbawe

Camera: Anne Misselwitz

Sound, Dolly Grip: Manja Ebert

Editing, Dramaturgical Advice: Janina Herhoffer

Recording Engineers: Ilja Köster, Simon Tjimbawe

Sound Design: Jochen Jezussek

Colourist: Patrik Metzger

Subtitles: Subtext Berlin

Production Support: Jochen Becker, Lilian Engelmann, Eva Hertzsch, Adam Page, Vincent Schier

The billboard series Namibia Today is part of Art in the Underground 2016/17: The Middle in Nowhere, an art competition by neue Gesellschaft für bildende Kunst in cooperation with Amt für Weiterbildung und Kultur Marzahn-Hellersdorf, financed by Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Kunst im Stadtraum. Supported by: BVG, Berliner Fenster, Wall, Lotto-Stiftung

Produced with the support of Kone Foundation and Medienboard Berlin-Brandenburg

World Premiere: 68. Berlinale, Forum Expanded

Installation photograph: Angela Andersson